Mein Konzept

Fünf Kompetenzbereiche, so schreibt es der „Bayerische Bildungs- und Erziehungsplan für Kinder in Tageseinrichtungen bis zur Einschulung“ (BEP) vor, sollen Bestandteile einer Tagespflege sein. Man kann dies erfüllen, indem man diese Aufgabenbereiche verwaltet. Das habe ich allerdings nicht vor. Vielmehr will ich sie mit Begeisterung, Leben und Zuneigung ausfüllen und Ihrem Kind so eine Umgebung bieten, in der es sich zum einen rundum wohlfühlen kann und soll, in der es zum anderen aber auch – ähnlich der Zeit im Kindergarten – Regeln einhalten muss und sozial gefördert und gefordert wird.

 

Leicht tut sich ein Kind, wenn es einen festen Tagesablauf bekommt, mit klaren Absprachen, Ritualen und verlässlichen Aktionen und Reaktionen seitens der Tagesmutter auf bestimmte Verhaltensweisen. Hinzu kommen Aufgaben, wie den Tisch zu decken, abzuräumen oder die Haustiere zu füttern.


Was sind nun diese fünf Kompetenzbereiche?

Physische Kompetenzen: Hört sich hochtrabend an, doch dahinter verbirgt sich nichts weiter als das, was für die Kinder mit am Wichtigsten ist: Bewegung. Sie sollen raus, an die frische Luft, auf den nahegelegenen, großen Spielplatz. Sie können gerne ihr Fahrrad oder einen Roller mitbringen. Auch Spaziergänge im Wald mit unserem Hund (und dem Kater, der gerne mitgeht), dürfen nicht fehlen. Übrigens nach dem Motto: Es gibt keine schlechtes Wetter, nur schlechte Kleidung. Natürlich in Absprache mit den Eltern und wenn keine gesundheitliche Einschränkung vorliegt.

 

Soziale Kompetenzen: Das Kind soll den Umgang mit „Geschwistern“ lernen, also mit anderen Pflegekindern oder mit meinen Kindern. Es soll sich auf dem Spielplatz korrekt verhalten, teilen lernen und nicht streiten. Zudem zahlt sich ein Umgang mit unseren kinderlieben Haustieren aus. Zudem soll es richtig mit der Natur umgehen. Zum sozialen Bereich gehören natürlich auch Mitgliedschaften in Sportvereinen (Fußball oder Turnen). Auch hierher begleite ich Ihr Kind selbstverständlich.

 

Motivationale Kompetenzen: Diese beinhalten auf gut Deutsch Spiele jeder Art, das anschließende gemeinsame Aufräumen. Aber nicht alles ist in Rastern vorgegeben. Im Gegenteil: Es bleibt viel Raum und Zeit, neue Dinge kennenzulernen und viele Erfahrungen zu machen.

 

Kognitive Kompetenzen: Memory und Farbenspiele sind ebenso Bestandteile dieser Rubrik wie viel vorzulesen, über alles zu reden, ein offenes Ohr für die Kinder zu haben und all ihre neugierigen Fragen zu beantworten, auch wenn das manchmal nicht einfach ist. Kein Verstand eines Erwachsenen funktioniert so einfach und unkompliziert wie der eines Kindes. Also kann man auch viel von ihnen lernen.

 

Personale Kompetenzen: Last but not least fließen auch diese in den Alltag mit ein. Sie beinhalten, den Kindern nicht alles abzunehmen, sondern, wo und wann immer es die Umstände erlauben, zur Selbstständigkeit zu erziehen, eigene Ideen der Kinder zu fördern und das Ich des Kindes zu sehen und ins Zentrum des Geschehens zu rücken, ohne dabei Egoismus zu forcieren.